Soll ich euch sagen, was das Allerbeste ist? Ich bin momentan ziemlich relaxed und endlich, endlich steigt auch die richtige Vorfreude auf den anstehenden neuen Lebensabschnitt. Das letzte Mal hatte ich ja ehrlich gesagt schon ein wenig mit einem Prä-Abschiedsschmerz und der Frage, ob es denn wirklich die richtige Entscheidung wäre, gekämpft.

Auswandern nach Finnland: Die Vorfreude stellt sich ein

Seit den Osterfeiertagen allerdings steigt die Spannung ununterbrochen. Der Grund: Mein Freund war für einige Tage hier und aus der Fernbeziehung ist, wenn auch zeitlich nur begrenzt, wieder eine echte Beziehung geworden. Man glaubt nicht, was es ausmacht, nicht nur zu chatten oder zu skypen, sondern persönlich zu reden, miteinander auszugehen und zusammen einzuschlafen. Die Relationen von allem werden wieder zurecht gerückt und viele Unwägbarkeiten sind gar nicht mehr so schlimm, wenn jemand tatsächlich da ist, einem in die Augen sieht und sagt „Mach‘ dir keine Sorgen! Alles wird gut und wir schaffen das!“

Auswandern nach Finnland: Deadlines helfen

Eine zweite Sache, die ich in den letzten Tagen (mal wieder) festgestellt habe: Was man nicht alles schafft, wenn man Deadlines hat! Ich bin tatsächlich ziemlich begeistert. Tagsüber arbeite ich in meinem Job (die Deadline für eine Homepage-Präsentation ist am kommenden Montag), schaue nach Arbeitsmöglichkeiten in Helsinki (und ihr glaubt nicht, wie anders doch die Anschreiben aussehen 😉 ). Abends bis nach Mitternacht geht es den Resten der Dissertation an den Kragen. Ende dieser Woche wird der Text stehen, sodass ab der nächsten Woche das Packen und Räumen beginnen kann, ohne, dass eine unerledigte Aufgabe wie ein Damoklesschwert über einem schwebt. Am kommenden Freitag ist übrigens dann noch eine zusätzliche Deadline, denn an diesem Tag kommt die Sperrmüll-Abfuhr. Regale und Schränke warten daher auf ihre Leerung und ihren Abbau.

Es wird also nicht langweilig, aber ich weiß: Alles wird gut, ich bin relaxed und das ist sehr gut so! Denn ich habe festgestellt und lerne dies auch mit jedem Tag ein bisschen mehr: Auch wenn man Pläne macht, mit dem Schlimmsten rechnet oder sich das Beste ausmalt – im Endeffekt kommt sowieso alles ganz anders.

In dem Sinne frei nach John Lennon: Das Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.