Egal, ob man in eine neue Stadt oder ein neues Land zieht – das Wichtigste ist, sich in den ersten Wochen und Monaten nicht einzuigeln, sondern raus zu gehen und neue Leute kennen zu lernen. Gelegenheiten gibt es zum Glück massenweise. Hier eine kleine Zusammenstellung (aus Helsinki):

Zudem gibt es viele Angebote, freiwillige Arbeit zu leisten, beim Roten Kreuz beispielsweise oder in Bedürftigenzentren.

Alltag in Finnland: Auf der Suche nach neuen Bekannten

Besonders, wenn man im Ausland ist, kann die Wohnung schnell schlicht zu d e m einen sicheren Ort werden, an dem es keine kulturellen Anpassungshürden gibt, die Sprache keine Barriere darstellt und man auch sonst einfach so sein kann wie immer. Nach und nach kann man sich seine eigene kleine Insel voller bekannter Strukturen schaffen, ohne sich tatsächlich kulturell und sprachlich anpassen zu müssen – niemand zwingt einen dazu und ich kenne viele Auswanderer hier in Finnland, die fünf, acht oder 12 Jahre hier wohnen, ohne ein einziges finnisches Wort zu sprechen.

Das will ich für mich ja nun nicht und so musste dringend eine Lösung her, wie ich mein soziales Netzwerk hier vergrößern kann 🙂 Über einen Freund, den ich in meinem Finnischkurs in Deutschland kennen gelernt hatte und der lustigerweise nur einen Monat vor mir ausgewandert ist, kam ich in Kontakt mit dem internationalen Begegnungszentrum Family ry. Die Atmosphäre dort gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Man kann dort Mitglied werden und hat für 20 Euro im Jahr die Möglichkeit, an Finnisch-, Koch-, Konversations-, Baby- und Kinderkursen teilzunehmen oder einfach so einen Kaffee in internationaler Atmosphäre zu genießen.

Alltag in Finnland: Traumstücke-Hype in Suomi

Eigentlich mehr durch Zufall ergab es sich dann, dass ich am Freitag an dem Kurs „Flavours from Finland and around the world – Kitchen Club“ teilnahm – und zwar mit einem von mir selbst gewählten Rezept, das ich mit den TeilnehmerInnen des Kitchen Clubs zusammen backen sollte. Der Einfachheit halber und weil ich seit letzem Jahr ein absoluter Fan bin, wählte ich das Basisrezept der angesagten Traumstücke!

Ich kann euch sagen: Es hat riesen Spaß gemacht und die Plätzchen waren der Hit! Zudem habe ich auf Wunsch meiner indischen, spanischen, brasilianischen und kenianischen MitstreiterInnen zahlreiche Mürbeteig-Rezepte und Tipps für Weihnachtsplätzchen weitergegeben 🙂

Und so sah unser internationales Backen aus: (Fotos: Privat)