Zu allererst einmal schicke ich euch sehr verspätete Weihnachtsgrüße und vor allem wünsche ich euch ein wunderbares neues Jahr 2017. Es soll für uns alle nicht nur mit Glück, Gesundheit und Erfolg gefüllt sein, sondern vor allem auch mit mehr Menschlichkeit und Frieden, mit weniger Hass, Neid und Rassismus.

Impressionen aus dem Sauerländer Wald im Dezember mit unserem Ridgeback Goma

Alltag in Finnland: Jahresendstimmung, oder: Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende

Nach einer gefühlten Ewigkeit bin ich jetzt wieder zurück – in Finnland, in der Realität, hier auf meinem Blog. Ich muss ganz ehrlich gestehen: Ich war weder in Weihnachtsstimmung, noch stellte sich dieses ’speziell-besondere‘ Gefühl in der Silvesternacht ein, das zwischen totaler Apokalypse und komplettem Neubeginn angesiedelt ist. Nicht, dass die Tage nicht schön waren. Ganz im Gegenteil!

image-02-01-17-13-55-6Im Dezember bin ich, zum ersten Mal seit meinem Umzug im Mai, wieder in Deutschland gewesen. Ich habe eine tolle Zeit mit meinen lieben Eltern verbracht, ich habe meine Doktorarbeit abgegeben und war mit meinem Vater in Köln zum Fußball schauen. Mein <3-Finne ist kurz vor Weihnachten ebenfalls nach Deutschland gekommen, wir hatten zusammen mit meiner Familie ein wunderbares Weihnachtsfest, entspannend und mit sehr viel gutem Essen. Kurz vor Silvester sind wir wieder zurück nach Helsinki geflogen, mit den besten Wünschen der Eltern im Gepäck. Silvester selber haben wir dann tatsächlich einfach auf dem Sofa verbracht, mit selbstgemachter Pizza, gutem Rotwein und Serienmarathon. Fast hätten wir Mitternacht verschlafen und ganz ehrlich – warum eigentlich auch nicht? Ich bin kein großer Fan von Silvester, um ehrlich zu sein. Ich finde, dass Silvester einer der schrecklichsten Tage des ganzen Jahres ist, vielleicht, weil ich ein Mensch bin, der eher zurückblickt als in die Zukunft schaut. Das ist nicht immer gesund, man sollte es nicht exzessiv betreiben und ja, ich arbeite daran, zukunftsorientierter zu sein 🙂 Wie auch immer – ich kann mich trotzdem nicht dem obligatorischen Jahresrückblick und/oder der Planung von Neujahrsvorsätzen entziehen.

Alltag in Finnland: Neujahrsvorsätze 2017

Puh, 2017 – 365 unbeschriebene Kalenderblätter liegen vor mir. Was will ich? Worauf will ich am Jahresende stolz sein? Was will ich erreicht haben? Da ist zum einen meine berufliche Situation, die ich 2017 verbessern möchte. Das können entweder ein neues Forschungsprojekt oder aber eine tolle Vollzeit-Stelle sein, wobei ich Ersteres tatsächlich bevorzugen würde, denn das ist es, was ich liebe, was ich lebe und was ich in den letzten Jahren getan habe. Zum anderen ist es mein großes Bedürfnis, Dinge nicht mehr nur einfach an mir vorbeiziehen zu lassen. Ich möchte sie bewusst genießen. Was hatte ich alles für Pläne, als ich hierher gezogen bin?! Geworden ist daraus bisher nichts – eine Schande, die ich in diesem Jahr abarbeiten will (und werde!). So habe ich mir vorgenommen, einmal pro Woche etwas Neues hier in Finnland zu entdecken. Das wird, wie man es neudeutsch so schön sagt, meine Challenge für 2017 🙂 Zudem beginnt am kommenden Montag ein neuer Finnischkurs, einmal pro Woche und mit dem Schwerpunkt auf alltäglicher Konversation. Ich freue mich darauf und vielleicht schaffe ich es in diesem Jahr sogar, den nationalen Sprachtest (YKI-Test) zu absolvieren. Man braucht eben Ziele im Leben, nicht wahr?

Meine beste Freundin hat mir zu Weihnachten ein tolles Buch geschenkt, mit den Worten „Ich habe deinen Blog gelesen und dachte, dass du das gebrauchen kannst“ ❤ Es ist eine Art Tagebuch, das ich die nächsten fünf Jahre führen kann und das am Ende zeigt, wie ich mich wann wohin und wie entwickelt habe. Danke, meine liebste beste Freundin, für dieses wunderbare Geschenk! 2017 – ich bin bereit für dich!!!