Mittagspause bei der Arbeit – also für mich 🙂 Die finnischen Kollegen hatten ihre Pause schon vor zwei Stunden, um 11 Uhr, als ich gerade den letzten Schluck Frühstückskaffee im Mund hatte. Ich glaube, das frühe Mittagessen ist etwas, an das ich mich nie gewöhnen werde 🙂

Seit ich wieder richtig im Büro arbeite, ernähre ich mich auch wieder viel gesünder – frischer Salat und Früchte, keine Süssigkeiten und ich versuche, doch mal auf zwei Liter Wasser am Tag zu kommen. Irgendwie habe ich all das die letzten Wochen sehr vernachlässigt und das merke ich so langsam – man wird ja auch nicht jünger! Schritt 1  zu einem gesünderen Lebensstil ist also „in progess“ 🙂

Mein Schritt 2 ist mehr Bewegung und, nun ja, das ist eine echte Herausforderung für mich! Gestern Abend habe ich aus einem Anflug von Wut auf mich selber mein Abo beim örtlichen Fittnessstudio gekündigt – warum bezahlen, wenn ich eh nicht hingehe!? Der Faktor „Geld“ scheint bei mir, zumindest was den sportlichen Anreiz betrifft, offensichtlich nicht zu wirken. Jetzt allerdings fühle ich mich schon seit Stunden extrem schuldig und muss mit dem Wissen leben, dass ich nicht mal eben mehr ins Fitnessstudio gehen kann, wenn mich gerade mal eben die Motivation überkommt… – das Leben ist schon nicht so einfach 😀

Ausdauersport, also Schwimmen, Joggen, Rad fahren usw., gehört wirklich zu meinen grössten Alpträumen! Sich irgendwo zwischen Wald und Wiese (oder eben in einem muffigen Fitnesstudio) abrackern – ich finde das höchst sinnlos und dieses Stadium von „Wenn ich jogge, vergesse ich alles und relaxe“ habe ich nie auch nur ansatzweise erreicht. Schwimmbäder? Mit ihrem Chlorgeruch sind die für mich der absolute Horror, erinnert es doch zu sehr ans Schulschwimmen „back in the days“. Das ist ein echtes Dilemma: Schon aus gesundheitlichen Gründen sollte/muss ich mich bewegen und es gibt ja auch wirklich Leute, die sagen, dass Sport einen glüklich macht (- nun ja, übertreiben wir es nicht, woll? 😉 ), aber wie soll ich Sport machen, wenn alles so doof ist?

Ich habe mir also vor kurzem überlegt, dass ich zumindest dem Spazierengehen einen Sinn geben könnte, indem ich Hunde ausführe! Vor ein paar Tagen habe ich daher dem örtlichen Tierheim geschrieben, die gerade Freiwillige suchen. Bevor ich allerdings als Hundeführer arbeiten darf, muss ich erst einen Kurs besuchen und wenn ich es aus der Nachricht vom Tierheim richtig verstanden habe, ist das Hundehaus auch nicht sehr zentral gelegen (im Gegensatz zu dem eigentlichen Tierheim, das auf dem Heimweg von meinem Büro liegt). Das ist alles schon wieder kompliziert… Eine andere Möglichkeit wäre, pet sitter zu werden (ganz ehrlich, wenn ich das mal gewusst hätte, als ich hierher gezogen bin: pet sitter machen echt Kohle!), aber da ich immer noch in der Ausblidung bin, darf ich kein unbegrenztes Nebeneinkommen haben und ein Grossteil von dem, was ich nebenbei schon verdiene, kommt durch meine Lehrtätigkeit als Deutschlehrerin bereits zusammen. Somit fällt pet sitter so gut wie weg. Ausserdem will ich ja auch kein Geld damit verdienen, sondern mir (und eben dem Hund) etwas Gutes tun… Zack, nächste Schwierigkeit! Hatte ich erwähnt, dass das Leben nicht so einfach ist? 🙂

Irgendwie hatte der Tag gut angefangen, aber das mit dem Sport und der Motivation ist wirklich kompliziert!